Atout [a´tu:], das, auch: der; -s, -s [frz. atout, aus: à tout = für alles (stehend)]:

  1. Trumpf im Kartenspiel
  2. 2010 gegründetes Kammermusikensemble zur maßstabsetzenden Interpretation eines außergewöhnlichen Repertoires

Das Spiel von Atout hat großes Format.
Johannes Meissl

Roland Herret

…gründete Atout – die Kammermusikgruppe 2010, um hochkarätige Musikerinnen und Musiker dauerhaft in einem Ensemble zusammenzuführen und so mit dem vielfältigen Repertoire der groß besetzten Streicherkammermusik das Konzertleben zu bereichern. Für den Wiener Geiger gehört die (Neu-)Entdeckung und Einstudierung von selten gespielten Werken zum Herzstück der Ensemblearbeit mit Atout. Dabei scheut das Ensemble weder großen Organisations- noch Probenaufwand und macht somit die Ausnahme zum Programm.

Atout – die Kammermusikgruppe

Orchestrale Klangpracht und kammermusikalische Finesse sind das Markenzeichen des Ensembles: die Spielfreude und Leidenschaft der 10 Spitzenmusiker, die allesamt in Wien ausgebildet wurden, begeisterte von Beginn an das Publikum - als Artist in Residence bei den Klosterneuburger Kammerkonzerten ebenso wie bei zahlreichen Konzerten im In- und Ausland. Von Quintett bis Nonett, gerne auch mit Klavier und am liebsten Streichoktett: das Repertoire von Atout umfasst eine Vielzahl von Bühnenklassikern und unbekannteren Werken, denen ein regelmäßiger Platz im Konzertleben gebührt.

Neue Termine!

Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen. (Arnold Schönberg)

Müssen wir? – Ja, wir müssen! Die Tränen und Flammen wollen heraus...
Auch wenn es schwerfällt, weil nichts mehr so ist, wie es war: Wir fangen wieder an!

Kleine Schritte sind besser als keine Schritte. Vier Konzerte soll es darum heuer geben. Es ist – wieder einmal – ein Neubeginn für die Klosterneuburger Kammerkonzerte.

Die heurigen Konzerte stehen stark im Zeichen des Klavierquintetts. Die tragende Rolle am Klavier übernimmt die allseits bekannte und beliebte Veronika Trisko.

Karl Goldmark – von Eduard Hanslick spöttisch als „Dissonanzenkönig“ bezeichnet – schuf mit seinem Opus 81 ein wundervolles romantisches Klavierquintett. Dem stellt die Kammermusikgruppe Atout die erfrischende Serenade für Streichtrio seines ungarischen Landsmannes Ernst von Dohnányi zur Seite.

Karl Goldmark (1830-1915): Klavierquintett op 30 in B-Dur
Ernst von Dohnányi 1877-1960): Serenade für Streichtrio op. 10 in C-Dur

Dieses Konzert ist der tschechischen Kammermusik gewidmet, die mit Antonín Dvořák, Bohuslav Martinů und Gideon Klein in ihrer stilistischen Bandbreite zur Geltung kommen soll. Das Streichtrio von Gideon Klein war sein letztes Werk. Er komponierte es im Konzentrationslager Theresienstadt wenige Tage vor seinem Transport nach Auschwitz.

Antonín Dvořák 1841-1904): Klavierquintett op. 81 in A-Dur
Bohuslav Martinů (1890-1959): Duo für Violine und Violoncello H. 157
Gideon Klein (1919-1945): Trio für Violine, Viola und Violoncello (1944)

Im Abschlusskonzert unternehmen wir in Oktettformation noch weitere musikalische Ausflüge. Der norwegische Komponist Johan Svendsen schrieb ein Streichoktett, das in der unmittelbaren Nachfolge des Mendelssohnschen angesiedelt ist. Jenes des lebenden mexikanischen Komponisten Emmanuel Arias Y Luna steht in starkem Kontrast dazu, voller Melancholie und rhythmischer Energie!

Johan Severin Svendsen (1840-1911): Streichoktett op. 3 in A-Dur
Emmanuel Arias Y Luna (
1935)
: Streichoktett op. 51*